Trinken fürs Gehirn – Wir wirkt sich Flüssigkeit auf unsere Konzentration aus?

Glas Wasser trinken

Ein Glas Wasser ist erfrischend und belebt unsere müden Zellen.

Das Gefühl kennst du bestimmt auch. Irgendwie hast du über den ganzen Tag verteilt kaum etwas getrunken. Du warst viel zu beschäftigt. Und da du keinen Durst gehabt hast, bist du gar nicht auf die Idee gekommen, dass du etwas trinken solltest. Irgendwann bekommst du vielleicht ein kleines bisschen Durst, aber du ignorierst das. Und an diesem Punkt ist es eigentlich schon zu spät.

Dumm durch Durst

Am Abend bist du dann unglaublich erschöpft, dein Kopf tut weh und du kannst dich kaum noch auf ein ganz einfaches Gespräch konzentrieren. Du bist dehydriert. Deinen Körperzellen und deinem Blut wird Wasser entzogen. Jede Zelle deines Körpers hat Durst. Als Folge davon werden deine Muskelzellen und auch die sogenannten kleinen, grauen Zellen in deinem Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Deine Denkleistung lässt stark nach und du kannst dich nicht mehr richtig konzentrieren.

Auf den ersten Blick klingt das erstaunlich. Nur weil du vergessen hast zu trinken, kannst du nicht mehr richtig denken? Logisch wird es, wenn man weiß, dass diese Reaktion deines Körpers schon eintritt, wenn du nur 2% deiner Körperflüssigkeit verloren hast. Unser Körper gibt über den ganzen Tag verteilt im Durchschnitt zweieinhalb Liter Flüssigkeit ab. Das passiert beispielsweise durch Verdunstung, also wenn wir Schwitzen, durch die Atmung sowie durch Urin und den Stuhlgang.

Wenn wir unserem Körper also im Tagesverlauf kaum Flüssigkeit zuführen ist ein 2% Verlust unserer Körperflüssigkeit schnell erreicht. Und wenn man das verstanden hat, dann begreift man auch, warum Experten empfehlen, dass man  rund 1,5 bis 2 Liter am Tag trinken  soll. Die Flüssigkeit, die durch die natürlichen Körperprozesse verloren geht, wird umgehend wieder aufgefüllt.

Deshalb solltest du im Alltag immer darauf achten, dass du ausreichende Mengen an Flüssigkeit zu dir nimmst. Ganz besonders wichtig ist es, wenn dein Gehirn gut arbeiten soll und du auf deine Konzentration angewiesen bist, also beispielsweise in Prüfungssituationen.

Du hast  sicherlich schon einmal gehört, dass der menschliche Körper zu 60% aus Wasser besteht. Aber wusstest du auch, dass dein Gehirn das wasserreichste Organ in deinem ganzen Körper ist? Es besteht sogar zu 75% aus Wasser. Das erklärt, warum ein Flüssigkeitsmangel so deutliche Auswirkungen auf dein Gehirn hat.

Trink dich schlau

Du sollst also 1,5 bis 2 Liter am Tag trinken. Im Sommer, wenn du stark schwitzt, liegt die empfohlene Menge sogar noch deutlich höher. Doch was soll man machen, wenn man das Trinken einfach vergisst, weil das Durstgefühl erst sehr spät einsetzt? Da gibt es viele mehr oder weniger kreative Ideen. Einige Leute hängen einfache Erinnerungsschilder in der Küche oder am Arbeitsplatz auf. Vielleicht hilft es ja auch, sich eine Trinkflasche oder ein großes Glas auf den Schreibtisch zu stellen. Mittlerweile gibt es sogar Apps, die an das regelmäßige Trinken mit einem Signalton erinnern.

Es gibt also einige Möglichkeiten, die dafür sorgen, dass das Trinken optimal in den Tagesablauf eingebaut wird. Jetzt müssen wir nur noch klären, welche Getränke denn geeignet sind, um dich und dein Gehirn perfekt zu versorgen. Denn leider ist das nicht ganz egal. Alkohol gehört zum Beispiel nicht zu den Getränken, mit denen du dein Flüssigkeitsdefizit ausgleichen solltest. Ganz im Gegenteil sogar, Alkohol dehydriert noch zusätzlich, so dass du dich nach Alkoholkonsum noch schlechter als vorher konzentrieren kannst. Ganz abgesehen von den überflüssigen Kalorien.

 Limonaden, Cola, Energy Drinks und süße Fruchtsäfte gehören ebenfalls auf die No-Go-Liste.  Diese Produkte enthalten viel zu viel Zucker und lassen deinen Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen. Das führt ganz kurzfristig zu einem Energiekick. Aber anschließend fällt der Glukosegehalt in deinem Blut ganz in den Keller und nimmt deine Leistungsfähigkeit leider mit.

Die perfekten Durstlöscher

Doch was sollst du denn jetzt trinken, um deinen Flüssigkeitsbedarf zu decken? WASSER! Das perfekte Getränk für dich und dein Gehirn ist Wasser. Es ist kalorien- und zuckerfrei. Gutes Mineralwasser enthält wertvolle Mineralstoffe wie zum Beispiel Calcium und Magnesium. Durch unsere Nahrung nehmen wir leider oft viel zu wenig von diesen wichtigen Mineralstoffen auf.

Aber ehrlich gesagt – wer hat schon Lust, zwei Liter Wasser am Tag zu trinken? Okay, man kann es mit frischer Minze, Zitrone und Ingwer- oder Gurkenscheiben ein bisschen aufpeppen. Aber manchmal möchtest du vielleicht etwas trinken, dass ein bisschen mehr Geschmack hat. Einige Experten empfehlen Apfelschorle, also mit Wasser verdünnten Apfelsaft. Dieses Getränk enthält das Spurenelement Bor, das sich positiv auf die geistigen Fähigkeiten auswirkt. Eine weitere Alternative sind zuckerfreie Kräutertees.

Aber was ist mit Kaffee? Viele Menschen glauben, dass sie nur mit der ausreichenden Menge Koffein im Körper zu geistigen Höchstleistungen auflaufen können. Durch die gefäßerweiternde Wirkung kann Kaffee tatsächlich seinem Ruf als Wachmacher gerecht werden, da mehr Blut zum Gehirn fließt. Zu viel Kaffee bewirkt aber genau das Gegenteil. Wir werden müde, bekommen manchmal sogar Kopfschmerzen und das tut unserer Konzentration gar nicht gut.

Auf jeden Fall sollte uns immer bewusst sein, was mit unserem Gehirn passiert, wenn wir nicht genug trinken. Schaffe dir also Trinkrituale, erinnere dich immer wieder daran, wie wichtig das Trinken ist und freu dich einfach, dass du mit jedem Schluck Wasser, deinem Gehirn etwas Gutes tust.

Welches Wasser ist wirklich gut?

 

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