5 Tipps damit du besser in der Schule wirst

schule, lernenGute Schulnoten mit möglichst wenig Aufwand – das ist wohl der Traum eines jeden Schülers. Doch wie kannst du dieses Ziel erreichen? Eine ganze Reihe von allgemeinen Tipps hast du ja schon bekommen, wenn du die letzten Kapitel gelesen hast. Du weißt, wie du dich ernähren solltst, damit deine Konzentration gefördert wird. Wir haben über eine optimale Arbeitsumgebung gesprochen und verschiedene Lernmethoden kennengelernt. Damit bist du auf jeden Fall schon einmal auf dem richtigen Weg, um bessere Schulnoten zu erzielen.

 

Tipps für die Schule

Aber vielleicht gibt es ja noch ein paar Dinge, die ganz speziell in der Schule gelten und dir zu noch besseren Noten verhelfen. Ich kann dir verraten, es gibt da eine ganz simple Antwort. Schüler, die gute Noten bekommen, sind nicht immer intelligenter als andere, sie sind auch nicht unbedingt immer fleißiger, aber sie machen eine ganze bestimmte Sache: Sie passen im Unterricht auf.

Hä???? Das soll das Geheimnis des Erfolgs sein? So einfach? Für die Eltern und auch die Lehrer ist es sicherlich eine Selbstverständlichkeit, dass Schüler im Unterricht aufpassen und mit den Gedanken beim Lehrer und dem Stoff sind, der gerade vermittelt wird. Etwas weniger selbstverständlich ist es aber für die Schüler. Da ist es die neueste Statusmeldung bei Facebook oder die spannende WhatsApp-Nachricht, die vom Geschehen an der Tafel ablenkt. Und selbst wenn das Handy in der Tasche bleibt, gibt es so viele interessante Nebensächlichkeiten, die vom Unterrichtsstoff ablenken. Die nette Nachbarin, die Kritzelei auf dem Collegeblock oder die Fliege an der Wand. Apropos – wie konzentriert warst du beim Lesen? Wie lautete das Geheimnis für bessere Schulnoten?

 

Genau! Aufpassen im Unterricht – so einfach!

Und dazu gebe ich dir noch ein paar Tipps:

  • Höre ganz aktiv zu: Richte deine volle Aufmerksamkeit auf den Unterricht, auch wenn du das Fach gar nicht magst. Versuche einfach, das Fach interessant zu finden. Rede dir das einfach mal selbst ein. Vielleicht findest du ja so einen ganz neuen Zugang zu dem Thema und du entwickelst echtes Interesse. Und möglicherweise verstehst du dann Themen, die vorher ein Buch mit sieben Siegeln für dich waren. Also überliste dich selbst ein bisschen.
  • Schreib alles auf, was wichtig ist: notiere dir alle wichtigen Aussagen. Markiere die Kernaussagen und kennzeichne alles, was dir noch unklar ist, mit einem Fragezeichen. So kannst du diese offenen Punkte später noch mit dem Lehrer klären. Die wichtigen Aussagen findest du durch deine Markierungen später beim Lernen viel schneller wieder.
  • Mach mit: Melde dich im Unterricht und zeige deinem Lehrer, dass du aktiv und interessiert bist. Das ist gut für deine mündliche Note und du kannst selber feststellen, welche Antworten du schon geben kannst und wo du vielleicht noch nachfragen musst.
  • Geh ausgeschlafen in die Schule: Du kannst dem Unterricht nur wirklich folgen, wenn du genug geschlafen hast. Also gehe bitte rechtzeitig ins Bett, wenn du am nächsten Tag Schule hast – auch wenn es manchmal echt schwer fällt.
  • Achte auf Hinweise: Viele Lehrer verteilen in ihren Unterrichtsstunden kleine Hinweise. Sie werden oft einfach ganz unauffällig eingestreut. So heißt es da „das solltet ihr euch einmal genauer anschauen“ oder „das könnte ruhig noch einmal wiederholt werden.“ Notiert euch diese Hinweise und profitiert in der nächsten Arbeit davon.  

Warum sind asiatische Schüler häufig besser in der Schule?

Eigentlich finde ich solche Pauschalaussagen immer total doof. Allerdings hat es vor einigen Jahren eine interessante Studie zu diesem Thema gegeben und dabei wurden amerikanische und asiatische Schüler verglichen. Es stellte sich heraus, dass die asiatischen Kinder im Durchschnitt die besseren Zensuren hatten. Der deutsche Bildungsforscher Olaf Beuchling fand beispielsweise heraus, dass rd. 60 Prozent der vietnamesischen Schüler in Deutschland aufs Gymnasium gehen während der Anteil bei den deutschen Schülern nur bei 43 Prozent liegt.

Doch woran genau liegt das? Im Rahmen einer Langzeitstudie der University of Michigan und der University of New York fand man jetzt heraus, dass die asiatischen Schüler einfach härter arbeiten.

Der konfuzianischen Lehre zufolge soll jeder Mensch an sich arbeiten und sich selbst perfektionieren.  So wird den Kindern frühzeitig vermittelt, dass der Erfolg durch die Arbeit kommt und nicht vom Talent abhängig ist.  Doch es gibt noch einige andere Punkte, die die asiatischen Kinder zu mehr Arbeitseinsatz bewegen. Dazu gehören ein ausgeprägtes Pflichtgefühl, ein größerer Ehrgeiz der Eltern und die Einstellung, dass die Schule keine Last sondern eine Chance für die Zukunft ist.

Doch sind gute Leistungen wirklich jeden Preis wert? Oder erreicht übertriebener Leistungsdruck nicht häufig auch das Gegenteil? Führt eine ständige Überforderung nicht manchmal auch zu nachlassender Konzentration und Motivation?

Sicherlich ist es sinnvoll, einen guten Mittelweg zu finden. Denn Lernen kann ja auch Spaß machen. Und das ist mein ganz persönlicher Lerntipp: Freue dich, wenn du etwas Neues lernen darfst. Stell dir vor, wie du die Vokabeln anwendest und dich mit Menschen in anderen Ländern unterhältst. Stellt dir vor, wie du ein Alltagsproblem löst, weil du eine mathematische Formel perfekt beherrscht. Das ist doch ein ganz tolles Gefühl.