7 Tipps damit du richtig lernen kannst

lernen„Nicht für die Schule lernen wir, sondern fürs Leben.“ Diesen Spruch fand ich immer ziemlich doof, besonders wenn ich mir irgendwelche komplizierten mathematischen Formeln oder unwichtige Geschichtszahlen merken sollte. Mittlerweile weiß ich aber, dass dieser Satz durchaus seine Berechtigung hat. Das Lernen hört nie auf und bringt mich im Leben weiter.

Nach der Schule geht der Lernprozess in der Ausbildung oder dem Studium weiter. Aber auch am Arbeitsplatz und in der Freizeit werden wir immer mehr gefordert und müssen ständig dazu lernen. Das Wissen der Menschheit entwickelt sich im Zeitalter von Computern und Smartphones rasant weiter. Wenn wir da mithalten wollen, müssen wir Strategien entwickeln, um unsere Konzentration und unsere Gehirnleistung auszubauen. Ich möchte dir ein paar Wege aufzeigen, mit denen du dieses Ziel erreichen kannst.

  • Das Lernen lernen: Sicherlich ist dir das auch schon einmal passiert. Du hast stundenlang hochmotiviert für eine Prüfung gelernt und konntest dein Wissen aber zum gewünschten Zeitpunkt nicht abrufen. Deine Lernstrategie hat also keinen Erfolg gebracht. Das richtige Lernen kannst du aber tatsächlich lernen. Bereits im Jahr 1973 hat der Publizist Sebastian Leitner ein Lehrwerk der Lernpsychologie veröffentlicht. Das noch heute unter dem Namen „So lernt man Lernen“ erhältliche Buch zeigt die Notwendigkeit auf neben Inhalten auch Methoden zum Lernen zu vermitteln. Da diese Aufgabe aber von vielen Lehrern nicht übernommen wird, musst du selber für dich die passenden Methoden finden, um die richtigen Informationen in dein Langzeitgedächtnis zu befördern. Ich gebe dir ganz viele Beispiele und Anregungen. Du suchst dir die Methoden aus, die am besten zu dir passen.
  • Alleine lernen: Alleine zu lernen hat einen großen Vorteil: es ist niemand da, der dich ablenkt. Zudem kannst du in deinem eigenen Tempo arbeiten und persönliche Schwerpunkte setzen. Wichtig ist aber, dass du sehr konsequent bist. Denn wenn niemand da ist, der dich ablenkt, ist ja auch niemand da, der dich zum Durchhalten motiviert. Gefährlich wird es, wenn du ununterbrochen Pausen machst und mit deinen Gedanken abschweifst. Wenn du dir einen guten Zeitplan machst und diesen konsequent abarbeitest, kannst du natürlich auch alleine arbeiten.
  • In Gruppen lernen: Vielen Menschen fällt es leichter in der Gruppe zu lernen. Man kann sich gegenseitig motivieren und vom Wissen der anderen profitieren. Manchmal kann man Dinge auch selbst besser behalten, wenn man sie den anderen Gruppenmitgliedern erklärt hat. Bei der Arbeit in Lerngruppen ist es aber auch sehr wichtig, eine Tagesordnung bzw. einen Lehrplan aufzustellen. Hilfreich ist es auch eine schriftliche Zusammenfassung der gelernten Inhalte für alle Gruppenmitglieder zu erstellen.
  • Laut oder leise lernen: Es gibt unterschiedliche Lerntypen – darüber haben wir ja schon gesprochen. Damit beide Gehirnhälften beim Lernprozess angesprochen werden, solltest du beide Strategien nutzen. Also lies dir die Texte leise durch. Anschließend liest du sie dir laut vor. Wenn du die Informationen visuell und auditiv – also mit den Augen und den Ohren aufnimmst, können sie besser in dein Langzeitgedächtnis gelangen.
  • Rituale beim Lernen: Wenn ich etwas lernen sollte, hatte ich immer ein großes Problem – ich fand den Anfang nicht. Ich habe mich durch alles ablenken lassen und andere Dinge gemacht. Z.B. Zimmer aufräumen, Blumen gießen. Und dann wurde die Zeit zum Lernen knapp. Geht es dir auch so? Mir haben feste Rituale geholfen. So reserviere ich mir jetzt immer die gleichen Zeitfenster, trinke einen Tee und mache mich dann konzentriert an die Arbeit. Vorher lege ich alle Lernmaterialien sortiert auf meinen Schreibtisch und stelle mir eine Wasserflasche bereit, damit ich auf jeden Fall genug trinke. Wenn ich mein Arbeitspensum absolviert habe, höre ich mein Lieblingslied. So ziehe ich eine Grenze zwischen Lernen und Freizeit. Probiere das doch einfach einmal aus – schaffe dir deine eigenen Rituale. Du wirst feststellen, dass du deine Lernzeit so viel effektiver ausnutzt.
  • Mit etwas leichtem Beginnen: Du hast sofort ein Erfolgserlebnis. Das ist der Vorteil, wenn du zunächst etwas lernst, was dir leicht fällt. Du gehst also viel motivierter an die nächsten Aufgaben. Wenn du mit der schwierigsten Aufgabe beginnst, wirst du nachher kaum noch Energie haben, um dich mit anderen Inhalten zu beschäftigen.
  • Lernziel festlegen: Es ist sehr wichtig, dass du definierst, was dein Ziel ist. Wieviel Seiten willst du bearbeiten? Welche Aufgaben möchtest du lösen? Was soll am Ende des Lernprozesses in deinem Langzeitgedächtnis gelandet sein? Nur wenn du ganz genau weißt, was du eigentlich schaffen möchtest, kannst du am Ende sagen: Fertig – ich habe es geschafft!!!! Und so kannst du dich hochmotiviert der nächsten Lerneinheit widmen.