Meditation – So stärkst du deine Konzentration

Meditation, Entspannung, meditieren, fokussierenUnser Gehirn ist immer im Einsatz. Es arbeitet ununterbrochen. Das ist natürlich gut so – einerseits. Der Nachteil ist aber, dass wir so nie wirklich zur Ruhe kommen können. Wir denken immer. Gerade wenn wir viel Stress haben oder besonders viel lernen müssen, schaffen wir es kaum einmal abzuschalten. Wenn wir uns ausruhen wollen, arbeitet unser Gehirn weiter. Die Gedanken verselbständigen sich. Kennst du das? Bestimmt.

 

Meditation als Last-Minute-Brainbooster?

Daher ist es wichtig, dass wir Techniken finden, die uns helfen, das Gehirn ein bisschen auszutricksen und den unendlichen Gedankenfluss zu unterbrechen. Die Meditation ist eine dieser Methoden, die in vielen Kulturen und Religionen praktiziert wird. Dabei gibt es Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen, aber besonders in den östlichen Kulturen auch bewusstseinserweiternde Techniken.

Forscher von der Wake Forest University School of Medicine in Winston-Salem in den USA haben herausgefunden, dass vier Tage mit jeweils 20-minütigen Meditationstraining ausreichen, um die kognitiven Fähigkeiten wie beispielsweise Konzentration und Aufmerksamkeit deutlich zu verbessern. Das bedeutet, dass man gar nicht dauerhaft trainieren muss. Denn leider fehlt den meisten Menschen ja die Zeit, sich langfristig mit verschiedenen Entspannungstechniken zu beschäftigen. Damit bietet sich Meditation optimal für die letzten Tage vor einer Prüfung an. Die Meditation ist somit ein toller Last-Minute-Kick für deine Konzentration.

 

Langfristige Erfolge durch Meditation

Aber auch die langfristige Anwendung von Meditation hat bemerkenswerte Vorteile für dein Gehirn. Geübte Meditationsanwender können beispielsweise ihre Tagträume regulieren. Sie schweifen also nicht so häufig mit ihren Gedanken ab und können sich besser auf ein Thema konzentrieren. Denn im Gegensatz zu vielen Entspannungstechniken dient die Meditation nicht dazu einen Entspannungszustand zu erreichen. Vielmehr wird hier das Gehirn dazu gebracht, seine Leistung zu fokussieren. Damit werden die Aufmerksamkeit und die Konzentration gesteigert, gleichzeitig aber der Stress reduziert.

Ich zeige dir mal ein paar Meditationsübungen. Diese Beispiele verdeutlichen, dass die Meditation sehr vielseitig ist. Es gibt unendlich viele verschiedene Ansätze:

  • Energieatmung – mit dieser einfachen Übung kannst du jede Meditation beginnen. Du schließt die Augen und atmest ganz tief ein und stellst dir vor, dass dein Körper mit jedem Atemzug von Energie durchflutet wird. Stell dir ein Körperteil nach dem anderen vor, dass von der Energie durchströmt wird. Spürst du es in den Ohren, den Augen, den Schultern, den Armen, dem Bauch, den Beinen und den Füßen? Atme dabei ganz tief ein und richte deine Aufmerksamkeit auf die Energie, die durch deinen Körper strömt.
  • Meditation mit einer Blume – Suche dir eine schöne Blume aus und leg sie vor dir auf den Boden. Betrachte diese Blume, schaue dir jedes Detail ganz genau an. Stell dir vor, dass du selber diese Blume bist. Lenke deine ganze Aufmerksamkeit für ein paar Minuten auf ein Blütenblatt. Dann schaust du dir wieder die ganze Blüte an, dann wieder das einzelne Blütenblatt. Deine Gedanken sind nur bei dieser Blume, du denkst an nichts anderes. Dein Kopf ist ganz frei. Dann schließt du deine Augen und stellst dir die Blume vor. Du siehst sie mit deinem inneren Auge und in deinem Herzen. Diese Übung kannst du natürlich auch mit anderen Gegenständen machen. Wichtig ist nur, dass deine Gedanken komplett bei diesem Gegenstand sind. Du schaust mit deinen Augen und mit deinem Herzen.
  • Meditation mit einer Geschichte – Um diese Form der Meditation testen zu können, benötigst du einen Partner oder eine CD. Es gibt nämlich ganz tolle meditative Texte, die dich auf eine Art Fantasiereise mitnehmen. Du wirst in eine schöne Traumwelt entführt, die du visualisieren sollst. Dabei wird dir das Gefühl vermittelt, dass du dich sicher und geborgen fühlen kannst.
  • Klangschalenmeditation – bei dieser Form der Meditation wird eine Klangschale angeschlagen. Du darfst dann dem Ton nachspüren. Stell dir dabei vor, wie der Ton deinen Stress und deine Sorgen einfach mitnimmt.
  • Mantrameditation – hier wird ein bestimmtes Wort, das sogenannte Mantra, immer wieder wiederholt. Sicherlich kennst du das berühmte „Ommmm“. Diese Mantren gelten als Schlüssel zur positiven Energie und sollen dich auf einer höheren Bewusstseinsebene berühren. 

Es gibt aber noch sehr viele andere Formen der Meditation. Dabei bietet es sich aber sicherlich an, einen entsprechenden Kurs zu besuchen. Damit die Meditation wirkungsvoll durchgeführt werden kann, benötigst du nämlich eine ausführliche Anleitung. Es ist sehr wichtig, dass die Übung ganz genau durchgeführt wird. Beispiele für diese Formen der Meditation sind die Vipassana-Meditation und die Samatha-Meditation.

Studie: Meditieren verhilft zu besseren Noten