11 Lernmethoden mit denen du erfolgreich bist

Lernen, LernmethodeLernmethoden gibt es wie Sand am Meer. Vielleicht hast du auch schon ein paar Strategien ausprobiert. Pauschal lässt sich nicht sagen, welche Methode die Beste ist.  Jeder Mensch lernt anders und du musst daher die Lernmethode finden, die optimal zu dir passt.  Manchmal ist es auch sinnvoll eine Kombination aus den verschiedenen Methoden zu wählen, damit du unterschiedliche Sinne ansprichst. So kann dein Gehirn wertvolle Verknüpfungen herstellen und du speicherst die Informationen viel zuverlässiger in deinem Langzeitgedächtnis ab. Ich stelle dir ein paar interessante Lernmethoden vor. Vielleicht probierst du alle einmal aus, damit du feststellst, wie du am effektivsten lernen kannst.

 

  • Lesen: Dieser Vorschlag erklärt sich eigentlich von selbst. Lies den Text, den du lernen möchtest gründlich durch. Dabei solltest du unbedingt mit optischen Markierungen arbeiten, das heißt mit einem Textmarker die wichtigsten Stellen markieren oder mit Farbstiften kleine Notizen an den Rand setzen. Bei der Wiederholung des Kapitels kannst du so sofort auf die wichtigsten Informationen zugreifen.
  • Schreiben: Du hast sicherlich selbst schon oft festgestellt: Informationen, die du aufgeschrieben hast, kannst du einfach besser behalten. Wenn du die wichtigsten Punkte eines Textes eigenständig zu Papier bringst, hast du ja schon eine große Gedankenleistung erbracht. Du hast dem Text die wesentlichen Informationen entnommen. Beim Schreiben und Umformulieren verinnerlichst du diese Informationen.
  • Verbildlichen der Inhalte: Vielen Menschen fällt es leichter sich Bilder zu merken statt trockener Informationen. Gehörst du dazu? Dann solltest du einfach mal ausprobieren, dir bestimmte Abschnitte aus einem Textkapitel einmal als Bild vorzustellen. Das Gehirn nimmt  neue Informationen am besten auf, wenn es neben den reinen textlichen Inhalten noch visuelle Elemente gibt. Leider funktioniert diese Methode nicht bei allen Texten. Denn es gibt einfach Themen, die man sich bildlich nicht vorstellen kann.
  • Mind-Map: Eine Mind-Map ist eine sogenannte Gedächtnislandkarte. Mit Hilfe dieser Technik kannst du deine Gedanken strukturieren. Dazu gibt es bestimmte Regeln. Das zentrale Thema wird in die Mitte geschrieben. Davon ausgehend zieht man Linien an deren Ende man die Unterthemen schreibt. Diese wiederum unterteilt man in weitere Unterpunkte und verbindet diese ebenfalls mit Linien usw. Wie auf einer Landkarte kann man so den Gedankenwegen folgen.     (ggf. Abbildung einfügen?)
  • Clustering: Ähnlich wie bei einer Mind-Map handelt es sich hier um ein Brainstorming-Verfahren. Du beginnst mit dem Kern. Dafür schreibst du ein Schlüsselwort in die Mitte eines Blattes und umkreist das Wort. Ausgehend von deinem Kern schreibst du jetzt Assoziationen auf und umkreist diese ebenfalls. Verbinde dann die beiden Kreise. Zu jedem dieser Kreise kannst du jetzt wieder Assoziationen bilden. (ggf. Abbildung einfügen)
  • Karteikarten: Diese Methode wird sehr häufig und sehr effektiv beim Lernen von Vokabeln angewandt. Dabei wird das Wort in der Fremdsprache auf die Vorderseite der Karteikarte geschrieben und die deutsche Übersetzung auf die Rückseite. Aber natürlich können auch andere Inhalte mit dieser bei vielen Experten sehr beliebte Methode gelernt werden. Dazu formuliert man Fragen zum Lernstoff und notiert diese auf der Vorderseite der Karteikarte. Auf die Rückseite kommt dann die entsprechende Antwort. Dann geht man die Karteikarten der Reihe nach durch. Wenn man die Frage problemlos behalten kann bzw. die Vokabel beherrscht, dann vermerkt man das auf der Karte (beispielsweise mit einem Häkchen). Diesen Vorgang wiederholt man immer wieder. Sobald eine Karte drei Häkchen hat, gilt der Inhalt als gelernt. Wenn dann alle Karten mit drei Häkchen versehen sind, kannst du vor der Prüfung den ganzen Stapel noch einmal durchgehen. Dann bist du ganz sicher. Nach dieser Vorbereitung.
  • Checklisten: Diese Lernmethode ist weniger kompliziert, denn sie funktioniert wie eine einfache Einkaufsliste. Du notierst einfach alle Themen, Vokabeln oder Formeln, die du lernen möchtest auf einer Liste und arbeitest diese der Reihe nach ab. Erledigte Aufgaben kannst du dann abhaken. Sinnvoll ist so eine Checkliste aber ganz besonders bei der Lernvorbereitung. So kannst du das Gesamtpaket in einzelne Unterpunkte aufteilen. Mit Hilfe deiner Checkliste siehst du dann immer, welcher Punkt noch erledigt werden muss.
  • PQ4R-Methode: Bei dieser Methode handelt es sich um eine klar strukturierte Lesestratgie, die bei der Bearbeitung eines Kapitels unterstützen soll. Der Name dieser Methode setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnungen der 6 Phasen dieser Strategie zusammen. Das sind: Preview (Vorprüfung), Questions (Fragen), Read (Lesen), Reflect (Nachdenken), Recite (Wiedergeben) und Review (Rückblick). Diese Methode hilft dir dabei Texte besser zu verstehen und zu behalten. Außerdem strukturiert sie das Arbeiten. Damit kannst du schwierigen Texte sehr gut strukturieren und bearbeiten.
Zusammengefasst funktioniert diese Methode folgendermaßen:
  1. Preview – Überflieg ein Kapitel, teile es in die wichtigsten Abschnitte ein und wende für jeden Abschnitt die fünf folgenden Schritte an
  2. Questions – Formuliere passende Fragen zu den Abschnitten
  3. Read – Lies den Text und mache dabei Randnotizen und Markierungen
  4. Reflect – Denk über das Gelesene nach und setze es in Bezug zu deinem bisherigen Wissen
  5. Recite – Beantworte deine vorformulierten Fragen und gib den Abschnitt mit eigenen Worten wieder
  6. Review – Ruf dir die wichtigen Aspekte des Kapitels noch einmal gedanklich auf
  • TQ3L-Methode: Bei dieser Methode geht es darum bereits während des Unterrichts durch optimale Aufmerksamkeit einen ersten Lernerfolg zu erzielen. Der Name setzt sich wieder aus den Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe zusammen. Folgende Punkte gehören zu dieser Methode: 
  1. Tune-in (sich auf etwas einstellen) – baue eine positive Grundstimmung zum Thema
    und zum Dozenten auf, auch wenn das manchmal sehr schwer fällt.
    Konzentriere dich auf die Lernsituation und lass dich nicht ablenken
  2. Question – bereite dich auf die folgende Unterrichtseinheit sorgfältig vor
    und formuliere Fragen. So zeigst du dem Lehrer dein Interesse.
  3. Look at the speaker (schau dir den Redner aufmerksam an) – achte auf
    die Körpersprache des Lehrers und leite daraus die Wichtigkeit der einzelnen
    Aussagen ab. Positiver Nebeneffekt ist deine fokussierte Konzentration
  4. Listen – also höre aufmerksam zu. Das sollte ja eigentlich selbstverständlich sein
  5. Look over – nach Abschluss des Themas solltest du das Gesagte und dabei vor allem
    die Kernaussagen, gedanklich noch einmal in eigenen Worten nachvollziehen
  • Mnemotechniken: Bei einigen Inhalten eignet sich auch ein spezielles Gedächtnistraining, um Fakten auswendig zu lernen. In diese Rubrik fallen Merkhilfen wie beispielsweise Eselsbrücken. Es gibt spezielle Merksätze und Reime. Um größere Zahlenmengen abspeichern zu können, werden beispielsweise den einzelnen Ziffern Symbole zugeordnet, um Bilder abspeichern zu können. Eine andere Methode ist die Assoziationskette. Dabei werden Gegenstände einem bestimmten Ort zugeordnet.
  • Wiederholung: Das ist eigentlich eine ganz logische Lernmethode. Der Mensch lernt durch Wiederholung. Also komplizierte Inhalte immer und immer wieder mit allen Sinnen erfassen. So finden sie ihren Weg ins Langzeitgedächtnis.