Konzentration steigern mit Medikamenten – Die Lösung?

Medikament, Tabletten

Können Medikamente die Lösung sein?

Du hast jetzt einige Möglichkeiten kennengelernt, wie du deine Gehirnleistung und  Konzentration durch eine optimale Ernährung steigern kannst. Um dir aber einen vollständigen Überblick zum Thema Konzentration zu geben, komme ich jetzt zu einem ziemlich schwierigen und umstrittenen Thema. Es  geht um Medikamente, die zur Steigerung der Konzentration eingesetzt werden.

So haben Wissenschaftler beispielsweise entdeckt, dass Medikamente, die zur Behandlung von ADHS-Patienten entwickelt wurden, auch bei gesunden Menschen Konzentrationssteigerungen bewirken können. In den USA ist es beispielsweise mittlerweile gängige Praxis diese Substanzen für das sogenannte Gehirndoping zu verwenden. Sowohl Schüler als auch Studenten, Wissenschaftler und Geschäftsleute nutzen diese Medikamente zweckentfremdet. Die Pharma-Industrie freut sich über das enorme Marktpotential und forscht begeistert an verbesserten Wirkstoffen.

Mehr Schaden als Nutzen?

Auf den ersten Blick klingt das alles ganz toll und recht simpel. Man darf dabei allerdings nicht die zahlreichen Nebenwirkungen aus den Augen verlieren. So können durch die unkontrollierte Einnahme dieser Medikamente Schlafstörungen, Herzbeschwerden, Depressionen und sogar Psychosen auftreten. Natürlich besteht auch die Gefahr einer Abhängigkeit.

Müssen wir wirklich auf diese Art in unsere Gehirnprozesse eingreifen? Meiner Meinung nach nicht. In den vorangegangenen Kapiteln hast du gelernt, dass du durch bewusste Ernährung eine Menge zur Steigerung deiner Gehirnleistung beitragen kannst. Im Praxisteil zeige ich dir noch eine ganze Reihe anderer Strategien, die deine Denkleistung und Konzentration zu Höchstleistungen anregen. Da kannst du auf Medikamente doch getrost verzichten.

Erwähnen muss ich an dieser Stelle wohl auch noch ein paar andere Medikamente bzw. Mittel zur Konzentrationssteigerung – unsere Liste soll ja vollständig sein.

  • Homöopathie: Viele Menschen schwören darauf, für andere ist es absoluter Blödsinn. Es handelt sich um pflanzliche Essenzen in sehr hoher Verdünnungspotenz. Einige dieser homöopathischen Globuli und Bachblüten sollen die Konzentration fördern können. In Apotheken und Drogeriemärkten gibt es die sogenannten „Rescue-Tropfen“ – diese Bachblüten sollen ganz gezielt bei Konzentrationsschwäche und Nervosität, etwa vor wichtigen Prüfungen, wirken. Sicherlich schadet es nicht, nach intensiver Beratung bei einem Fachmann bzw. einer Fachfrau, einmal diese Mittel aus der Naturheilkunde auszuprobieren. Es gehört viel Erfahrung dazu, das richtige Präparat für die entsprechende Situation zu finden. Die Homöopathie arbeitet nach einem ganzheitlichen Konzept. Diese Mittel nehmen keinen Einfluss auf den Stoffwechsel und haben somit auch keine Nebenwirkung.
  • Pflanzliche Mittel: Du kennst bestimmt die Werbung für Ginseng oder Ginkgo-Präparate. Diese pflanzlichen Mittel werden bei nachlassender Konzentration und Gedächtnisleistung sowie zur Vorbeugung von Demenz angepriesen. Falls du solche Mittel nutzen möchtest, empfehle ich dir aber, mit deinem Arzt darüber zu sprechen. So kannst du Wechselwirkungen mit anderen Präparaten oder eine Überdosierung ausschließen.
    Zu den pflanzlichen Mitteln, die deine Konzentration steigern sollen, zählen auch Johanniskraut, Baldrian und Lecithin. Letzteres kannst du aber auch über die Nahrung aufnehmen, beispielsweise durch Fisch, Eier und Getreide.
  • Vitaminpräparate: In Apotheken, Reformhäusern und Drogeriemärkten bekommst du Vitamintabletten,- pulver und –säfte. In dem Kapitel über die verschiedenen Nahrungsmittel hast du ja schon gelernt wie wichtig Vitamine für deinen Denkprozess sind. Damit sind aber eigentlich die echten Vitamine gemeint – die Wirkstoffe, die du durch Obst und Gemüse zu dir nimmst. Die Vitaminpräparate solltest du daher – wenn überhaupt – nur als Ergänzung nutzen. Die Wissenschaftler sind sich nicht ganz einig, ob diese Präparate überhaupt einen Nutzen bringen. Einige Forscher behaupten sogar, dass ein Überschuss an Vitaminen, die in Tabletten- oder Pulverform eingenommen werden, vom Körper gar nicht gespeichert wird und im schlimmsten Fall sogar schaden kann. 

Fazit: Statt künstlich nachzuhelfen und Medikamente und andere Präparate einzunehmen, um deiner Konzentration auf die Sprünge zu helfen, greif lieber zu natürlichem Gehirndoping. Damit du eine Idee bekommst, wie du deinen Körper optimal mit konzentrationsfördernden Substanzen versorgen kannst, zeige ich dir im nächsten Kapitel mal meinen Vorschlag für eine gesunde Woche.

Wie steigerst du deine Konzentration?

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