Gesunde Ernährung ist wichtig für unsere Konzentration

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse enthält viele wichtige Nährstoffe die wir brauchen.

Es gibt viele Faktoren, die Einfluss auf unsere Konzentration und unser Denkvermögen nehmen. Ein ganz wichtiger Aspekt ist die richtige Ernährung. „Du bist, was du isst“- diesen Spruch hast du sicherlich schon einmal gehört.

Doch was genau bedeutet das? Macht uns eine Blaubeere klüger? Können wir uns nach dem Verzehr einer Walnuss besser konzentrieren? Ganz so einfach ist das leider nicht.

Unser Gehirn verbraucht mehr als ein Fünftel unseres täglichen Energiebedarfs. Und die besten Energielieferanten sind dabei Zucker und Fett. Aber eigentlich sind das doch die Nahrungskomponenten, vor denen wir immer gewarnt werden. Fett und Zucker machen dick und sind ungesund, heißt es doch. Das stimmt auch, wenn wir nicht auf die Qualität der Produkte achten.

Ein konstanter Blutzuckerspiegel fördert die Konzentration

Süßigkeiten, die uns besonders gut schmecken, wie Schokolade, Gummibärchen oder Traubenzucker liefern leider nur sehr kurzfristig Energie. Der Blutzuckerspiegel steigt steil an und fällt dann sehr schnell wieder ganz deutlich ab. So bist du nach einem kurzen Energiekick anschließend müder als vorher und kannst dich noch weniger konzentrieren. Habt ihr das schon einmal ausprobiert? Früher wurde oft empfohlen vor einer Prüfung bei der man sich optimal konzentrieren musste, Traubenzucker einzunehmen. Und tatsächlich konnte man die Prüfung hochmotiviert und voller Elan anfangen. Doch nach rund 20 Minuten fiel man in ein Loch und die Konzentration war weg. Wirklich dumm gelaufen.

Um deine Konzentration wirklich effektiv zu steigern, benötigst du nämlich einen konstanten Blutzuckerspiegel. Hier helfen dir langsam verwertbare Kohlenhydrate. Diese sogenannten guten Kohlenhydrate sind zum Beispiel in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten enthalten. Aber auch Gemüse und Obst sind wertvolle Lieferanten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt pro Tag 5 – 8 Portionen (jeweils rund 200 g) frisches Obst und Gemüse zu essen. Das sind jeden Tag bis zu 1,5 Kilo.Obst und Gemüse

Doch Vollwertgetreide, Obst und Gemüse sorgen nicht nur für einen konstanten Blutzuckerspiegel sondern auch für eine Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Spurenelementen. Für unsere Konzentrationsleistung sind diese Nahrungskomponenten ebenfalls sehr wichtig. Ein Mangel am Spurenelement Eisen führt zu Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche. Ausgleichen können wir diesen Mangel beispielsweise mit Rote-Beete-Saft, Haferflocken, Meeresfrüchten, Leber, grünem Gemüse oder Hülsenfrüchten wie z.B. Linsen und Bohnen. Weitere Eisenlieferanten sind Nüsse und Vollkornprodukte.

Vitamine für´s Gehirn

Einfluss auf unsere Konzentration können wir aber auch mit Vitaminen nehmen. Wir alle kennen Vitamin C und wissen, dass es vor allem in frischem Obst wie Kiwis, Zitrusfrüchten und Ananas enthalten ist. Aber auch einige Gemüsesorten sind in rohem Zustand perfekte Vitamin C-Lieferanten. Paprika, Brokkoli und der momentan in den USA so in Mode gekommene Grünkohl gehören dazu. Mit diesen Lebensmitteln können wir also unsere Lernfähigkeit weiter verbessern, da Vitamin C  die Produktion von Botenstoffen im Gehirn fördert.

Mit der ausreichenden Menge an Obst und Gemüse kannst du also positiv auf deine Konzentration einwirken. Doch für die optimale Versorgung deines Gehirns fehlen noch weitere Komponenten. Der Blutzucker sorgt dafür, dass deine Gehirnzellen arbeiten und Informationen erstellen können. Diese Informationen müssen über die Nervenstränge weiter transportiert werden.

Dazu benötigt der Körper Myelin, das ist ein Lipoprotein, das die Nervenstränge sozusagen ummantelt. Geht diese Myelinschicht verloren, verlangsamen sich die Nervenimpulse. Es kann zu einem Kurzschluss im Nervensystem kommen und damit zu massivem Konzentrationsabfall. „Die Nerven liegen blank“, sagt man, wenn jemand leicht gereizt, fahrig und unkonzentriert ist. Dass es dazu kommt, kannst du  aber verhindern.

So helfen beispielsweise essentielle Fettsäuren, also Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren,  dabei den Myelinstatus aufrecht zu erhalten. Besonders reich an diesen essentiellen Fettsäuren sind Olivenöl, Tiefseefische, Walnüsse, Leinsamen und Kürbis.

Doch das reicht immer noch nicht, um dein Gehirn zu Höchstleistungen in Sachen Konzentration zu bringen. Um die Merkfähigkeit zu steigern, muss unser Gehirn auch noch neue Verbindungen zwischen den Zellen herstellen. Dabei hilft ein Botenstoff namens Azetylcholin, den unser Körper aus Cholin herstellt. Dieses Cholin ist in Nahrungsmitteln wie Eiern, Sojabohnen und Leber in höherer Konzentration vorhanden.

Das klingt jetzt alles ziemlich kompliziert, da müssen wir uns wohl noch ein bisschen konzentrieren. Fällt das schon schwer? Dann fehlt dir vielleicht gerade der Rohstoff Cholin. Das ist bei Menschen, die sich nur ganz kurzfristig konzentrieren können, häufig der Fall. Besonders erschreckend ist, dass die deutliche Abnahme der Konzentrationsleistung bei falscher Ernährung und dadurch verursachtem Cholinmangel schon ab dem 40. Lebensjahr – manchmal sogar schon früher – beginnen kann.

Und was ist sonst noch wichtig?

Von diesem Punkt geht es nahtlos weiter zu den B-Vitaminen. Die B-Vitamine sind an der Bildung von Neurotransmittern, also den Botenstoffen beteiligt. Ein Mangel an B-Vitaminen führt zu einem Rückgang der Gedächtnisleistung und zu deutlicher Konzentrationsschwäche. Besonders wichtig für den Denkprozess sind die Vitamine B1 und B6 sowie die Vitamine B3 und B12. Ein Mangel an Vitaminen aus diesem Bereich führt aber nicht nur zu Konzentrationsmängeln sondern auch zu erhöhter Reizbarkeit bis hin zu Depressionen. Im Gegensatz dazu führt eine ausreichende Versorgung deines Körpers mit B-Vitaminen zu guter Laune, da das Gehirn optimal mit Sauerstoff versorgt wird. Und deine Gedächtnis- und Konzentrationsleistung  verbessern sich.

Dieses tolle Ergebnis ist auf jeden Fall ein Grund, dass wir uns die Nahrungsmittel einmal genauer ansehen, die unseren Körper mit diesen wichtigen Vitaminen versorgen. Ein wichtiger Lieferant für alle Vitamine dieser Gruppe ist die Bierhefe, damit ist allerdings nicht die Hefe im Bier gemeint. Und ganz vorne in der Liste steht wieder einmal die Leber. Vollkorngetreide, grünes Gemüse, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Eier aber auch Fisch gehören zu den zuverlässigen Vitamin-B-Lieferanten.

Weniger bekannt sind sicherlich noch die Aminosäuren. Dabei handelt es sich um die Bausteine der Proteine – also der Eiweiße. Das kann man sicherlich komplizierter und wissenschaftlicher ausdrücken, muss man aber nicht. Wichtig zu wissen ist dabei aber, dass diese Aminosäuren unentbehrlich sind für jeden Stoffwechselvorgang. Sie sind für den Transport und die Speicherung aller Nährstoffe (also Wasser, Fette, Kohlenhydrate, Proteine, Mineralstoffe und Vitamine) zuständig. Für deine Konzentration spielen die Aminosäuren Glutamin und Carnitin eine größere Rolle.

Iss dich schlau

Du siehst  also, dass man mit der richtigen Ernährung großen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns und auch auf die Konzentration nehmen kann. Du solltest darauf achten, dass du dich abwechslungsreich ernährst und deinem Körper regelmäßig die Nährstoffe zur Verfügung stellst, die er für die optimale Gehirnleistung benötigt.

Aber denke daran: es gibt nicht nur Lebensmittel, die dir und deinem Körper besonders gut tun. Einige Produkte schaden deiner Konzentration. Nämlich die Nahrungsmittel – wie zum Beispiel weißer Zucker – die deinen Blutzuckerspiegel nur ganz kurzfristig in die Höhe treiben. „Du bist, was du isst“ – letztendlich machen die Blaubeere und die Walnuss eben doch klug.

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