Benötigt unser Gehirn Nahrungsergänzung?

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsoptimierung kann sinnvoll sein.

Obwohl unser Gehirn mit einem Gewicht von rund 1.500 Gramm nur etwa 2 bis 3% unseres Körpergewichts ausmacht, verbraucht es ein Fünftel unseres täglichen Energiebedarfs, damit es vernünftig arbeiten kann. Mit Hilfe einer gesunden Ernährung und einer ausreichenden Versorgung mit Flüssigkeit kannst du deine Konzentration und die Leistungsfähigkeit deines Gehirns ausgezeichnet steigern. Das hast du ja inzwischen gelernt. Du weißt, dass du 1,5 bis 2 Liter über den Tagesverlauf verteilt trinken musst. Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) jeden Tag 5-8 Portionen frisches Obst und Gemüse zu essen, hast du dir bestimmt auch gemerkt. Und die anderen Nahrungsmittel, die deine Konzentration steigern kennst du bestimmt auch alle noch.

Warum ist Nahrungsergänzung manchmal sinnvoll?

Wenn du diese Ratschläge beherzigst, dann hast du alles getan, was du mit Hilfe der Ernährung für dein Gehirn machen kannst. Stimmt das? Jein. In manchen Fällen kann es nämlich sinnvoll sein, zu hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen. Oder vielleicht nennen wir es besser Nahrungsoptimierung. Durch den Einsatz von Pestiziden auf Obstplantagen und Spritz- und Düngemittel auf unseren Feldern, den teilweise ausgelaugten und aller Nährstoffe entzogenen Anbauflächen, hat die Qualität unserer Nahrungsmittel vielfach stark nachgelassen. Gemüse und Obst enthalten häufig gar nicht mehr so viele Vitamine und Mineralstoffe wie sie eigentlich sollten. Weitgereiste Früchte aus exotischen Ländern konnten ihre wertvollen Inhaltsstoffe oft gar nicht ausreichend entwickeln. Sie wurden in ihren Anbauländern noch unreif geerntet und dann auf die lange Reise geschickt.

Heißt das jetzt, dass du auf Obst und Gemüse ruhig verzichten kannst, weil es gar keine positiven Auswirkungen auf dein Gehirn hat? Natürlich nicht. Obst und Gemüse dürfen in keiner gesunden Ernährung fehlen. Achte darauf, dass du vorzugsweise heimische Produkte verwendest. Vielleicht kannst du auch häufiger zu Bio-Produkten greifen, da die Schadstoffbelastung hier deutlich minimiert ist bzw. kaum vorhanden. Aber die von der DGE empfohlenen 5-8 Portionen a 200 g, das sind ungefähr 1,5 kg Obst und Gemüse am Tag, kann man so nicht immer in guter Qualität bekommen.

Aber auch wenn du versuchst durch eine optimale Ernährung alles für deinen Körper und dein Gehirn zu tun, kann es trotzdem passieren, dass du nicht alle wichtigen Nährstoffe zu dir nimmst. Dann gibt es Möglichkeiten, diesen Mangel durch Nahrungsergänzungsmittel auszugleichen. Im Zusammenhang mit dieser Nahrungsoptimierung musst du aber sorgfältig unterscheiden. Es gibt nämlich Substanzen, die deine Konzentration und Leistungsfähigkeit steigern können, dabei aber ein Risiko für deine Gesundheit darstellen und langfristig deinem Gehirn eher schaden als nützen.

Es geht um Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung von Krankheiten entwickelt wurden und heute zum sogenannten Gehirndoping von gesunden Menschen verwendet werden. Damit sind  beispielsweise Substanzen wie Ritalin oder Amphetamine gemeint, die gravierende Nebenwirkungen haben. Diese gefährliche Art der Ergänzung ist hier definitiv nicht gemeint!

Vitamine aus der Packung

Aber es gibt Nahrungsergänzungsmittel, die deinem Körper und dein Gehirn mit Nährstoffen versorgen, die du dringend brauchst aber aus verschiedenen Gründen nicht über die normale Nahrung zu dir nehmen kannst. In diese Rubrik fallen die Vitamine, die du besonders im Winter nicht immer in ausreichender Menge mit dem Angebot aus der Obst- und Gemüsetheke aufnehmen kannst.

Hier kannst du mit Vitaminpräparaten unterstützen. Ein Beispiel ist das Vitamin D, das von unserem Körper eigentlich eigenständig gebildet werden kann. Das funktioniert aber nur, wenn unsere Haut mit Sonnenlicht in Berührung kommt.  In der dunklen Jahreszeit kann es daher sinnvoll sein, unseren Körper mit der Einnahme von Vitamin D zu unterstützen. Ein Mangel an diesem wichtigen Vitamin hat nämlich viele Konsequenzen, u.a. kann es zu Durchblutungsstörungen kommen. Und das wiederum hat natürlich auch Auswirkungen auf unser Gehirn und unsere Konzentration.

Wie wichtig B-Vitamine für deine Konzentration sind, hast du ja schon gelernt. Nicht immer kannst und magst du diese Vitamine deinem Körper in ausreichender Menge zuführen. In diesem Fall ist es sinnvoll,  deine normale gesunde Ernährung mit hochwertigen Vitaminpräparaten zu ergänzen. Die Vitamine A und C kannst du ebenfalls als Nahrungsergänzung zu führen, wenn du dich zeitweise mal nicht in ausreichender Menge mit diesen Stoffen durch die normale Nahrung versorgen kannst. Dabei sollst du aber immer daran denken, dass viel nicht immer viel hilft. Der Körper kann diese Vitamine nämlich nicht längerfristig speichern. Zu hohe Vitamindosen in Tablettenform schaden dem Körper eher als sie nützen.

Wenn die Nahrung nicht ausreicht

Wenn du dich sehr kalorienbewusst ernähren möchtest, kannst du nicht immer die wertvollen essentiellen Fettsäuren zu dir nehmen. Als Alternative bieten sich hier Leinölkapseln oder das leicht verdauliche Krillöl an. Den Ruf die Konzentrationsfähigkeit deutlich zu steigern, haben auch Nahrungsergänzungsmittel aus Ginkgo-Extrakt. Da der Ginkgobaum Substanzen enthält, die ungesund für den menschlichen Körper sind, lässt sich der Ginkgo-Extrakt nur in Präparatform und nicht als natürliches Lebensmittel nutzen.

So gibt es einige Produkte mit denen  du deine Ernährung noch ein bisschen ergänzen kannst, damit dein Gehirn in Sachen Konzentration Höchstleistungen vollbringen kann. Dabei solltest du aber immer daran denken, dass du in erster Linie aber auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten solltest. Erst dann kannst du mit den erwähnten Präparaten deine Nahrung – wie der Name schon sagt – ergänzen.